Freitag, 13. Juli 2012

Linguine aglio, olio e peperoncino....




Auf Nachfrage gibt es jetzt in einer schnellen Fassung ein leckeres sommerliches italienisches Pastagericht, was in 25 Minuten fertig auf dem Tisch steht.
Klassisch  ist aglio, olio e peperoncino wie der Name es schon sagt eine Paste, die ohne großes Soßentheater funktioniert und nur mit Knoblauch, Olivenöl und Chili gewürzt wird. In meiner Version hab ich einfach noch verarbeitet, worauf wir hunger hatten. So spielen hier noch Tomaten, Pilze und Rucola eine Rolle. Passt aber alles wirklich gut zusammen
Leider ist das Foto diesmal nur ein schneller Iphone-Snapshot aus der Pfanne geworden. Das Gericht ging so schnell, da kam ich nicht zum fotografieren :D






Linguine aglio, olio e peperoncino

Wir brauchen (für 2-3 Portionen):

- 250g Nudeln, bevorzugt Linguine oder Tagliatelle, Spaghetti gingen auch (die mag ich nur nicht)
- 2 Zehen Knoblauch
- eine kleine Zwiebel
- 2 Chili (bzw. je nach Geschmack, was man an Schärfe mag und verträgt)
- Olivenöl
- 250g Coktailtomaten (diese ganz kleinen)
- 2 Hand voll Champignons
- 1 Hand voll Pfifferlinge
- einen kleinen Schuss Weißwein oder Balsamico Essig
- eine Hand voll Rucola (gewaschen und Stile abgeschnitten)
- evtl. Parmesan
- Salz, Pfeffer und eine Prise Zucker


Für die Nudeln einen großen Topf Wasser mit ausreichend Salz aufsetzen und zum kochen bringen. Währenddessen die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch und die Chili sehr fein hacken.
Die Nudeln ins Wasser geben und eine große Pfanne auf halber Hitze aufsetzen (z.B. Stufe 3 von 6).

Einen ordentlichen Schuss Olivenöl in die Pfanne geben und zunächst die Zwiebeln darin schmoren. Wenn diese glasig werden, Knoblauch und Chili dazugeben. 

Die Pfifferlinge abreiben (oder mti einen Pinsel die Erde abstäuben), die Champignons abputzen und in Scheiben schneiden. Beides mit in die Pfanne geben und braten lassen. Wenn die Pilze gar sind, die Coktailtomaten halbieren und dazu geben. Eventuell die Temperatur etwas hochziehen. Die Tomaten sollten teilweise ein bisschen zerschmoren, sodass alles leicht soßig wird. 

Hier nun den Wein oder Essig dazugeben (wirklich nur ganz wenig, es soll nur eine leichte Säure dazukommen). Evtl noch etwas Olivenöl dazugeben. Alles mit Salz, Pfeffer und ein bisschen Zucker würzen.

Die Nudeln abgießen (sollten noch gut bissfest sein, also quasi kurz vor fertig) und direkt ohne abspülen und ruhig leicht nass mit in die Pfanne geben. Nudeln einen Moment mit dem Rest auf kleiner Flamme ziehen lassen, dabei gut umrühren. 

Ganz zum Schluss den Rucola unterrühren (wer den knackig haben möchte, kann ihn auch auf den Teller obenauf geben).
Ich denke, ganz lecker wäre auch noch frischer Parmesan oben drüber.

So schnell und günstig kann ein leckeres Pastagericht gehen, ohne dass man eine Fertigsoße o.ä. benutzen müsste! Natürlich kann man auch hier variieren, die Pfifferlinge müssen nicht unbedingt sein (haben eben im Moment Saision, da bietet sich das an). Auch den Rucola kann man weglassen, oder evtl durch frischen Spinat ersetzen. Essentiell sind, wie oben schon erwähnt, Knoblauch, Chili und Olivenöl!

xoxo 


Gwen

Mittwoch, 4. Juli 2012

Tagliatelle al Ragú - oder: Spaghetti Bolognese


 
Tja, mit der Bolognese ist das immer so eine Sache. Jeder behauptet, er koche die beste überhaupt. Und jeder kocht sie auch anders. In Italien, genauer gesagt in Bologna, ist eine Rezeptvariante nach 'DIN-Norm' festgehalten, aber dennoch kocht es wohl jeder anders. Natürlich kommt es auch immer auf die Region an. In Sizilien kommt beispielsweise Geflügelleber dazu. In manchen Regionen Weißwein, in anderen Rotwein. In manchen Rezepten auch Milch. Mache sind ganz ohne Tomate, die meisten ohne Kräuter. 





In einer Sache sind sich alle italienischen Rezept allerdings einig, gegessen wird die Soße auf keinen Fall zu Spaghetti. Diese sind mit ihrer runden Form völlig ungeeignet für Soßen, die Einlage haben, da diese nicht ander Nudel haften kann. Ich esse am liebsten Linguine oder Tagliatelle dazu.

Das Rezept, was ich hier vorstellen werde entspricht zwar nicht der Bologneser Norm, ist aber auf jeden Fall sehr lecker und relativ nah an einem typisch italienischen Ragú.

Tagliatelle al Ragú





Wir brauchen:
* 500g Gehacktes (am besten reines Rinderhack, es geht aber auch mit Halb/Halb)
* eine große Zwiebel
* 1-2 Knoblauchzehen
* einen Bund Suppengemüse (Sellerie, Möhre sind das wichtige)
* 1 Dose ganze Tomaten, geschält
* Tomatenmark
* etwa ein Glas trockener Rotwein (bestenfalls einer, der nicht 'nur zum kochen' genommen wird, sondern auch nach was schmeckt) 
* 1-2 Lorbeerblätter
* Thymian, Oregano, was man so da hat und mag
* Salz, Pfeffer, Zucker





Los geht's mit ein wenig Geduldsarbeit, denn es wird erstmal geschnippelt. Zwiebel und Knoblauch fein hacken und auf die Seite stellen.
Sellerie und Möhren ebenfalls sehr, sehr fein hacken. Je kleiner die Stücke, desdo besser verbinden sie sich später mit der Soße.
 Wenn Lauch beim Suppengrün dabei war, kann dieser auch fein geschnitten und zu den Zwiebeln gegeben werden, dieser verkocht eh komplett.



Nun etwas Öl in einem Topf erhitzen und das Hack darin anbraten. Solange braten, bis kein Wasser mehr austritt und es krümelig ist. Dann die Zwiebeln und einige Minuten später den Knoblauch und das Gemüse dazugeben und mitbraten bis alles leicht angeröstet ist. Nun mit dem Wein ablöschen, kurz aufkochen lassen und die Tomaten dazu geben. Evtl einen Schuss Wasser dazu geben, so das alles gut bedeckt ist. Die Lorbeerblätter dazu geben, mit einem Deckel verschließen und auf ganz kleiner Flamme 2-3 Stunden köcheln lassen. 






Nach der Kochzeit würzen und abschmecken. Tomatenmark gibt etwas mehr Fruchtigkeit und bindet die Soße ein wenig ab. Zucker hebt den Tomatengeschmack hervor!

Bestenfalls einen mindestens 24 Monate gereiften Parmiggiano Reggiano dazu servieren.

Buon Appetito!
xoxo Gwen


Dienstag, 3. Juli 2012

Pizza Patrick

 



Letzte Woche wurde aufgrund des eher tragischen EM-Ausgangs für die Deutsche Nationalmannschaft noch vielerseits getönt 'Ich esse nie mehr Pizza!'. Ich liebe Pizza und würde sicherlich nicht wegen Fußball darauf verzichten. Wer jetzt aber seinen Lieblingsitaliener in nächster Zeit boykottieren möchte, bekommt hiermit eine Möglichkeit eine richtig  leckere Pizza zuhause zu fabrizieren.






Es gibt einige Faktoren, die in der Produktion der perfekten selfmade-Pizza eine Rolle spielen. Zum einen natürlich der Teig. Es macht einen großen Unterschied, ob man einen Hefeteig oder einen Quark-Öl-Teig macht, außerdem sollte man sich einigermaßen Zeit nehmen und nicht alles hektisch zusammenpanschen. Auch der Typ des Mehls ist relevant. Besser als das Standard Mehl Typ 405 eignet sich zum Beispiel Mehl Typ 550, das unter anderem auch zum Brot backen verwendet wird und einen etwas feineren Teig ergibt.

Natürlich sollte auch die Tomatensoße gut gewürzt und von passabler Kosistenz sein. Hier scheiden sich auch die Geister. Man kann einen Tomatensugo kochen und entsprechend würzen um ein besonders kräftiges Aroma zu erzeugen - ich nehme meistens die schnelle Variante und verrühre passierte Tomaten mit Tomatenmark und Gewürzen... dazu später mehr.

Letztenendes sind natürlich die Zutaten, mit denen die Pizza belegt wird für den Endgeschmack verantwortlich. 

Für 2 Pizzen brauchen wir:

* 1/2 Würfel frische Hefe
* 1 TL Zucker
* eine Prise Salz
* 1/4 Tasse Milch
* 1/4 Tasse Wasser
* 2 Tassen Mehl
* 1 EL Olivenöl


(das ist ein Amerikanisches Rezept, d.h. entspricht dem Amerikanischen Cup-Maß. Die Größe der Tasse ist aber eigentlich nicht wichtig, so lange das Verhältnis zueinander stimmt. Ich nehme im Normalfall Kaffeetassen - wenn der Hunger mal größer ist, oder sich spontan noch Besuch angekündigt hat nehme ich Kaffeepötte..)

* 1 Dose/'Packung passierte Tomaten (man braucht eigtl nicht die ganze Packung aber naja)
* etwas Tomatenmark
* Salz, Pfeffer, Zucker
* Thymian, Oregano
* wer das zuhause hat: Knoblauchsalz

* alles was das Herz begehrt zum belegen



 



Die Hefe in einer großen Schüssel kleinbröseln, Zucker und Salz dazu geben. Die Milch mit warmem  



 
Wasser mischen, evtl kurz in die Mikro stellen. Das Gemisch sollte etwa Körpertemperatur haben. Das Ganze zur Hefe geben und etwa 10-15 Minuten warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Das Olivenöl dazu geben. Jetzt mit einer Gabel nach und nach das Mehl einrühren. Wenn der Teig zäher wird mit den Händen weiterkneten. Evtl. wird nicht die gesamte Menge an Mehl benötigt. 


Nur so lange neues Mehl dazu geben, wie der Teig es auch aufnimmt und dabei trotzdem elastisch bleibt. Er sollte nicht mehr kleben und eine elastische Teigkugel ergeben. Den Teig dann mit einem Küchentuch abdecken und für gut eine halbe Stunde an einen warmen Ort stellen. 


Fertig gegangen ist der Teig, wenn man mit dem Finger eine leichte delle herreindrückt und diese sich von selbst wieder ausgleicht. (bzw. bis er etwa das 1,5-fache Volumen erreicht hat). 




Nun den Teig teilen, die Arbeitsfläche bemehlen  und den Teig ausrollen. Den Ofen auf ~230°C Ober/Unterhitze vorheizen. Das Backblech im Ofen mit aufheizen.
Je nachdem wie man seine Pizza am liebsten mag, kann man den Teig jetzt sehr dünn oder etwas dicker ausrollen. Ich persönlich mag gern die typisch italienische sehr dünne Pizza mit knusprigem Boden. Man sollte auf jeden Fall bedenken, dass der Teig noch etwas im Ofen aufgeht.
Die passierten Tomaten in ein Gefäß geben, mit etwas Tomatenmark andicken und mit den Gewürzen abschmecken. Diese Soße darf relativ kräftig sein, da sich viel vom Geschmack in den restlichen Zutaten verliert. 

Das Blech aus dem Ofen nehmen, Backpapier auflegen und den ausgerollten Pizzateig daraufgeben. Jetzt die Tomatensoße dünn darauf verteilen, etwas Käse drüber streuen und mit anderen Zutaten belegen. 
Die Pizza für etwa 15 Minuten auf unterster Schiene in den Ofen geben.


Fertig!

Pizza Patrick heißt sie übrigens, da dies eines der Essen ist, für die in meiner WG mein Bruder Patrick verantwortlich ist. Er hat da einfach mehr Geduld für das elende Teigkneten ;)

xoxo 
Gwen













Montag, 2. Juli 2012

Oriental Food: Indisches Curry nach Inga

 



Letzte Woche durfte ich endlich die indische Küche  für mich entdecken, denn Inga hat für mich gekocht. Leider waren wir etwas in Zeitnot, daher wurde sehr flott gearbeitet und es blieb keine Zeit für Bilder während des Produktionsprozesses. 








Indisches Curry mit Huhn

wir brauchen (die Menge reicht gut für 6 Portionen):
- zum anbraten Ghee oder geklärte Butter oder Butterschmalz oder zur Not Butter mit Öl gemischt
- 3 kleine oder zwei große Zwiebeln
. 2 Knoblauchzehen
- ein etwa daumengroßes Stück frischer Ingwer
- 2 grüne Chili (ok, wir hatten 3 drin. Kommt immer drauf an, wie scharf man es mag)
- 1 Bund frischen Koriander
- 750g Huhn
- 3 Paprikaschoten
- 2 Dosen Pizzatomaten/stückige Tomaten, ungewürzt (á 400g)
- 2 Becher Joghurt (als 300-400g; wir haben griechischen Joghurt verwendet, der hat mehr Fett)
- evtl. Mandelblätter zum dekorieren



- folgende Gewürze:
* Salz, Pfeffer, Zucker
* Currymischung (also Currypulver, aber bitte nicht das ganz billige von Tip, das schmeckt nach nichts)
* Koriandersamen, gemahlen (heißt meistens nur Koriander, gemahlen)
* Kreuzkümmel
* Curcuma (das ist das, was das Currypulver gelb macht)
* evtl. Korianderpaste
* Currypaste
* evtl. getrocknete Chiliflocken oder Chilipulver




Zunächst wird fleißig geschnippelt. Die Zwiebeln fein würfeln, den Knoblauch sehr fein hacken.
 (Trick: erst irgendwie in Streifen/Scheiben/Würfel schneiden und dann mit dem flachen Messer fest auf das Arbeitsbrett quetschen, so lässt er sich viel leichter hacken
Den Ingwer schälen und fein hacken.
Die Chilis entkernen (halbieren und die Kerne rauskratzen) und ebenfalls fein hacken.

Einen großen Topf auf halber Hitze aufsetzen und etwas Fett darin erhitzen. Als erstes die Zwiebel dazu geben, wenn diese glasig wird, den Knoblauch und den Ingwer dazugeben und alles leicht anbräunen lassen. Von allen Gewürzen etwas dazu geben (Salz, Pfeffer und Zucker kommen erst später zum abschmecken, ansonsten von allem erstmal einen TL, Koriander etwa 2 TL und von der Currypaste gut 1,5-2 EL). Die Gewürze jetzt eine Weile mitrösten lassen. Währenddessen das Fleisch von etwaigen Sehen befreien, in mundgerechte Würfel schneiden und anschließend mit in den Topf geben, so dass das Fleisch die Gewürze gut annehmen kann. Fleisch von allen Seiten anbraten und die Temperatur runternehmen. 

Die Paprika länger halbieren, entkernen, Waschen und in Streifen schneiden. Mit in den Topf geben und kurz mitrösten lassen. Beide Dosen Tomaten dazugeben Deckel aufsetzen und gut 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. 

Den frischen Koriander hacken, evtl. ein paar Blätter zur Deko überlassen. Ein halber Bund sollte reichen, wer allerdings keine Korianderpaste bei den Gewürzen verwendet hat nimmt einfach einen ganzen Bund.

Die Temperatur jetzt fast ganz wegnehmen (bei einem Elektroherd reicht die Resthitze, bei einem Gasherd einfach auf ganz kleine Flamme gehen) und den Joghurt einrühren (dieser darf auf keinen Fall mehr wild kochen, sonst flockt er aus). Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Mit den Chiliflocken kann jetzt noch an der Schärfe gefeilt werden, kräftiger im Geschmack wird es durch etwas mehr Currypaste. Als letztes den gehackten Koriander unterrühren.

Bei uns gab es dazu Basmati&Wildreis von Oryzo, der hat extrem gut gepasst. Zur Deko kann man ein paar Mandelblätter drüberstreuen, die geben auch einen schönen Knack beim essen. 

Wer das weniger fleischlastig möchte, kann auch einen Teil des Huhns mit Gemüse ersetzen. Ich Könnte mir gut vorstellen, dass man nur 300-500g Fleisch nimmt und den Rest mit Brokkoli ergänzt (diesen würde ich kurz vorblanchieren (=> kurz in kochendes Wasser geben)  und erst kurz vor Ende der Garzeit in das Curry geben, damit er nicht matschig wird.

Als Varianten kann man statt Joghurt auch Kokosmilch benutzen oder das ganze in eine etwas andere Richtung bringen in dem noch etwas Obst mitgegart wird (z.B. Mango in Spalten oder Ananas).

Jetzt hab ich Hunger gekriegt und muss einkaufen gehen. Schade, dass heute keiner für mich kocht. Angebote diesbezüglich sind gerne gesehen. Freiwillige?

xoxo

Gwen

Montag, 25. Juni 2012

Warme Schokosouflées mit flüssigem Kern




Heute komme ich endlich mal dazu dieses fantastische Poser-Dessert zu posten. Eigentlich lässt es sich ziemlich gut vorbereiten und macht mit ein wenig Übung auch gar nicht so viel Aufwand, schindet aber unglaublichen Eindruck. Je nachdem, wie üppig das vorhergegangene Menü war, kann man in der Größe der Dessertformen variieren. Ich nehme meistens mein Muffinblech und kriege aus der Menge an Teig exakt 6 Schokosouflées.  Man kann aber auch Kaffeetassen (nicht Pötte sondern flachere Tassen) oder ähnliches verwenden.





Wir brauchen:
- 90g Schokolade (hier kann man theoretisch die Reste von Ostern verballern. Je besser die Schokolade, desdo leckerer das Souflée. Ich nehme meistens 70% Edelbitter von Lindt)
- 100g Butter
- 2 ganze Eier
- 2 Eigelb
- 80g Zucker
- 80g Mehl
- wer auf Nummer sicher gehen will kann noch Pralinen, ist dann aber ein bisschen geschummelt.





Die Eier und die Eigelbe werden zumsammen mit dem Zucker in einer Schüssel aufgeschlagen. Dies am besten mit einem Handmixer und zwar solange, bis sich das Volumen deutlich vergrößert. Das ganze bekommt dann schon eine teigartige Konsistenz. Hier wird anschließend das Mehl eingestreut.







Währenddessen einen Topf mit etwas Wasser (3 cm hoch gefüllt reicht) aufsetzen, zum kochen bringen und auf kleinste Stufe runterstellen. Eine Schüssel oben auf setzen (am besten aus Metall, wie man auf dem Bild sieht habe ich nur welche aus Plastik - hierbei sollte man aufpassen, dass diese nicht zu heiß wird (also ab und an von der Hitze nehmen), damit das Plastik nicht schmilzt). Man kann auch einen zweiten Topf reinstellen. Dort die Schokolade zusammen mit der Butter unter ständigem Rühren komplett schmelzen. Aufpassen, dass das Schoko-Butter-Gemisch nicht zu heiß wird! Idealerweise sollte es etwa Körpertemperatur haben. Falls es doch etwas wärmer wird, einfach kurz warten bis es auf Körpertemperatur runterkühlt und dann vorsichtig in den Teig einrühren. (Wer zu ungeduldig ist könnte sonst Pech haben, dass das Ei im Teig durch die zu warme Schokolade stockt).







Nun die Förmchen mit Butter ausstreichen und Zuckern, damit sie nachher gut aus der Form gehen. Teig hineingeben und wenn möglich ein paar Stunden gefrieren oder kalt stellen. Es geht auch ohne, da ändert sich aber die Ofenzeit.

Wer schummeln will, kann in die Mitte vom Teig jeweils eine Praline oder ein Stück Schokolade geben, dies sollte auf jeden Fall cremig-flüssig bleiben, auch wenn man aus Versehen die Zeit aus den Augen verliert.



Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Gefrorene Souflées brauchen 15-16 Minuten, gekühlte nur etwa 13-14 und bei den ganz frischen sollten ungefähr 10 -12 reichen. Man erkennt ganz gut, dass sie fertig sind, wenn sich der Teig nach oben wölbt.

Die Souflées aus dem Ofen nehmen, vorsichtig aus den Formen klopfe und servieren. Dazu passen super Erdbeeren oder marinierte Orangenfilets. Wenn alles geklappt hat, läuft noch etwas warmer Schokoteig aus der Mitte beim Anschneiden. Bei meinem Foto oben im Rezept, hatte ich sie diesmal einen Ticken zu lang im Ofen - aber lecker war's trotzdem.


Viel Spaß allen Naschkatzen
xoxo
Gwen


Sonntag, 3. Juni 2012

Italienisch-Vegetarisch: Penne mit Aubergine und Champignons in Tomaten-Sahne-Soße



Heute ist Sonntag.
Das heißt, man ist entweder intelligent genug um vor dem Wochenende etwas brauchbares eingekauft zu haben, völlig faul und ruft den Lieferdienst oder macht es so wie ich. Kreatives Restkochen. Und zwar heute nochmal auf italienisch-vegetarisch.
Leider habe ich mich erst nach dem Kochen entschieden das Rezept hier zu posten, daher gibt es auch keine Produktionsfotos, sondern nur eines vom Endergebnis.
Wie dem auch sei: Restekochen ist immer ein bisschen frei-Schnauze, daher versuch ich einfach mal bestmöglich darzustellen was ich fabriziert habe. Tatsächlich habe ich so etwas ähnliches mal in einer süßen Trattoria in Italien gegessen, allerdings war dort Thunfisch statt Champignons drin... bei mir gibt es:

Penne in Tomaten-Sahne-Soße mit Aubergine und Champignons


Die Zutatenliste ist aus oben genannten Gründen auch eher ein pi-mal-Daumen-Wert und könnte durchaus erweitert oder ersetzt werden. Dazu komm ich aber am Ende noch mal.

Wir brauchen:
 - etwas geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
- eine mittelgroße Zwiebel
- eine Packung passierte Tomaten
- ein Schuss Weißwein (Schuss = etwa 4cl, also zwei Pinnchen, kann auch etwas weniger sein, der Wein ist in erster Linie dafür da, dass eine leichte Säure in der Soße entsteht. Das Verhältnis von Süße und Säure sorgt für einen Grundgeschmack, der nicht so "flach" ist)
- eine Hand voll Champignons
- eine halbe Aubergine (oder eine kleine, o.ä..Ich hatte eben noch eine kleine über)
- ein Becher Sahne á 200g
- etwas Tomatenmark (ich schätze mal so 2-3 EL)
- etwas Thymian
- Salz, Pfeffer
- Zucker
- Nudeln, z.B. Penne

Nudelwasser in einem großen Topf aufsetzen.
Die Zwiebel schälen und fein würfeln. 

(Tipp: die Wurzel abschneiden, die Zwiebel halbieren aber den Strunk oben dran lassen, dann längs einschneiden, nicht ganz bis zum Ende. Dann die Würfel runterschneiden. So hält die Zwiebel zusammen und fällt nicht beim Schneiden auseinander)

Einen Topf mit etwas Öl aufsetzen, die Zwiebelwürfel dazu geben und bei halber Hitze langsam braten bis sie leicht anfangen zu bräunen. Mit dem Wein ablöschen (also Wein in einem Rutsch aufkippen, das qualmt und zischt tüchtig, muss aber so). Die passierten Tomaten dazu geben, Deckel auf den Topf setzen und die Hitze auf kleinste Stufe runterregeln. Das Ganze mindestens 20 Minuten kochen lassen, wer nicht so gerne auf Zwiebelstückchen beißt, kann es einfach länger kochen lassen, dabei würden die Zwiebeln zerkochen. Währenddessen Salz ins Wasser geben (ein guter Richtwert ist: eine hohle Hand machen und so viel Salz nehmen, wie in die Kuhle der Handfläche geht) und die Nudeln dazugeben. Bissfest kochen lassen (oder wie man's eben mag).

Eine Pfanne mit etwas Öl aufsetzen, die Champignons in Scheiben schneiden und bei 2/3 Hitze braten. Mit Salz und Pfeffer würzen und in einen Teller geben, auf die Seite stellen. Die Aubergine in mundgerechte Stücke schneiden und in der selben Pfanne mit etwas Öl bei relativ hoher Hitze braten/grillen, ebenfalls würzen und zu den Pilzen geben. 

(Pfanne und Schneidebrett können jetzt weg, was direkt gespült wird, steht später nicht im Weg)

Jetzt die Sahne zu der Soße geben, aufkochen und mit Salz, Pfeffer, einer Prise Zucker und etwas Thymian würzen. Mit dem Tomatenmark die Fruchtigkeit und Konsistenz justieren. Das Gemüse dazu geben und abschmecken.

Alternativ kann man die Gemüsesorten natürlich mit einigen anderen ersetzen. In diese Grundsoße passt z.B. auch super Brokkoli, grüner Spargel, Paprika, Erbsen... Nicht-vegetarisch ginge das Ganze recht gut mit Hühnchenbrustfiletstreifen oder Thunfisch, Kochenschinken, Speck oder Garnelen. Auch andere Fischsorten müssten gut passen (wobei ich bei Fisch mit Tomatensoßen immer etwas kritisch bin).
Prima  ist die Soße auch zum überbacken von Tortellini oder ähnlichem. 
So ich geh vernichte jetzt diesen oben gezeigten Teller italienisch-deutscher Gaumenfreude.

xoxo
Gwen


Donnerstag, 24. Mai 2012

Sommer in Italien...

 

Wie im Urlaub. Genauso schmeckt Parmigiana di Melanzane. Super lecker.
Melanzane klingt doch auch viel schöner als Aubergine oder?
Eigentlich hatte ich noch ein paar andere Sachen zum Posten bereit gehalten, aber nachdem ich gerade die letzten Reste von oben genanntem Auberginenauflauf vertilgt habe, muss ich dieses tolle Rezept einfach mal loswerden.




Parmigiana di Melanzane
für 2 Portionen, mit evtl. etwas Ciabatta dabei, werden auf jeden Fall 2 Esser davon satt




- eine sehr große Aubergine (um die 400g) oder 2 kleinere
- 1 Dose stückige Tomaten á 400g
- eine kleine Zwiebel
- eine Knoblauchzehe
- eine Kugel Mozzarella
- Basilikum
- Salz, Pfeffer, Zucker
- etwas Mehl
-  Öl, neutrales
- Olivenöl



Kompliziert ist das Rezept wiklich nicht, es erfordert nur ein bisschen Vorbereitungszeit. Zunächst werden die Auberginen in ca. 2 mm dicke Scheiben geschnitten und auf einem großen Brett verteilt. Die Oberfläche nun großzügig salzen und das Ganze gute 20 Minuten stehen lassen. Das ausgetretene Wasser mit einem Küchenkrepp abtupfen, die Auberginenscheiben umdrehen und den Vorgang wiederholen. Eine Pfanne sehr heiß aufsetzen und etwas von dem neutralen Öl hineingeben (Olivenöl nimmt man hier nicht, da dies bei hohen Temperaturen anfängt zu verbrennen und dann auch schädlich für den Körper wird). Die Auberginenscheiben mit Mehl bestäuben und nach und nach in dem Öl ausbacken. Nicht wundern, Auberginen ziehen das Öl wahnsinnig schnell auf, daher nach dem braten unbedingt auf Küchenkrepp abtropfen.



Währenddessen die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln und in etwas Olivenöl goldbraun braten. Da die Tomaten zu geben und das Ganze auf kleiner Flamme etwas köcheln lassen. Zum Schluss den Basilikum fein geschnitten dazugeben und mit Salz, Pfeffer und etwas Zucker (Tomaten immer mit Zucker würzen, unterstreicht den tomatigen Geschmack) würzen.



Die Auberginen in eine Auflaufform schichten, über jede Lage ein paar Löffel Soße geben. Zum Schluss den Rest Soße oben auf verteilen und den Mozzarella in dünnen Scheiben darüber geben. Den Auflauf bei 200°C Ober-/Unterhitze so lange backen, bis der Käse goldbraun ist (das sollte in etwa 25 Minuten dauern).

Heiß oder kalt genießen!



xoxo

Gwen