Zum einjährigen Bestehen, dachte ich mir ich mach hier mal eine schnelle Auflistung aller bisherigen Posts. Einfach auf den Namen klicken, um zum jeweiligen Artikel zu gelangen!
Fleisch!: How to tame your Steak
Lasagne alla famiglia
Gar nicht so kreatives Paprika-Rahm-Huhn
Smörebröd, smöredbröd, römpömpöm...: Schwedische Zimtschnecken!
Experimentelles Kochen: Thailändisches Satay mit Erdnusssoße
Lecker-Süße Kalorienbombe: Bananasplit-Torte
Quickrezept: Schnelles Körnerbrot
Krustenbraten extra knusprig mit Gelinggarantie
Scharfes Rindergulasch mit Paprika/Beef-goulash with bell peppers
Zwiebelkuchen
Focaccia - italienisches Fladenbrot
Kochen mit Bier: Biergulasch
Linguine aglio, olio e peperoncino....
Tagliatelle al Ragú - oder: Spaghetti Bolognese
Pizza Patrick
Oriental Food: Indisches Curry nach Inga
Warme Schokosouflées mit flüssigem Kern
Italienisch-Vegetarisch: Penne mit Aubergine und Champignons in Tomaten-Sahne-Soße
Parmigiana di Melanzane
Frikadellen in Steinpilz-Rotwein-Soße
Omas Rhabarber-Vanille-Pudding
Wraps á la Inga
Rezept-Request: Scharf-fruchtiges Curryhuhn
Kartoffel-Zwiebel-Auflauf mit Brokkoli und Champignons
Happy Birthday Mr. Asparagus! -Alles rund um Spargel
Alles rund um Bärlauch
Griechisch für Anfänger
Puuuh. Da soll mal einer behaupten, dass ich nicht fleißig war im letzten Jahr!
Nach wie vor gilt übrigens: Wer gern ein bestimmtes Rezept oder eine Zubereitungsart oder sonst was erklärt haben möchte, kann das gern als Anfrage an mich richten!
Danke für ein Jahr treue und immer wieder neue Leser!
Freitag, 3. Mai 2013
Fleisch!: How to tame your Steak
Shame on me.
Geistig ganz in anderen Sphären verschlungen, habe ich nicht nur die Überschreitung der 3000 Besuchermarke verschlafen, sondern auch den Geburtstag dieses Blogs! Am 12.04.2012 ist hier mein erster Post gelandet - und auch wenn die Häufigkeit meiner Einträge derzeit etwas zurückgegangen ist, hab' ich das hier alles immernoch sehr gerne.
Deswegen soll es auch zur heutigen (Nach-)Feier auch etwas 'besonderes' geben. Heute geht's um FLEISCH! Genauer gesagt darum, wie man richtig leckere Rindersteaks hinbekommt und auch keine Angst haben muss, das gute Fleisch zu versauen.
How to tame your Steak!
Was wir dazu brauchen ist recht einfach:
- Rindersteaks aus der Hüfte, Filet, Entrecôte, Rumpsteak, Rib-Eye o.ä.
- etwas Butterschmalz
- eine Pfanne mit möglichst dickem Boden, bestenfalls gußeisern
- Salz und Pfeffer, wer mag noch ein Zweig frischer Thymian oder Rosmarin (wobei ich sehr puristisch bin, was Steaks angeht)
Jetzt erstmal eine kurze Fleischkunde:
Generell gilt, Rindfleisch muss lange(!) abhängen. Hierbei gibt es eine Unterscheidung in Wet Aging (im Vakuumbeutel) oder Dry Aging (tatsächliches 'Abhängen' an der Luft, wie es früher üblich war). Ziel dieses Prozesses ist eine Reifung, die Muskelfaserstrukturen auflöst und das Fleisch zarter macht. Gut abgehangenes Fleisch ist nicht unbedingt häufig aufzufinden - schließlich verursacht die Lagerung auch kosten und der durchschnittliche Einkäufer lässt sich ja auch gerne von dem so 'schön rot und hell leuchtenden Fleisch' einlullen.
Nein!
Kauft das nicht!
So nun erstmal zu den Unterschiedlichen Möglichkeiten, Steak ist nicht gleich Steak.
- Steakhüfte/Hüftsteaks: Ist die günstigste Variante eines Rindersteaks, wird, wie der Name schon sagt, aus der Hüfte geschnitten und kann qualitativ in allen möglichen Varianten vorkommen. Gut abgehangen kann man das als leckeres Steak hinbekommen, aber es hat immer noch einen recht starken Biss.
- Rumpsteak/Roastbeef: Anatomisch gesehen ist es das Äquivalent zum Schweinelachs also dem Rückenstrang. Es kennzeichnet sich vor allem durch seine Fettschicht, die beim Braten auf jeden Fall eingeschnitten werden solle (damit sich das Fleisch in der Pfanne nicht wölbt). Roastbeef lässt sich vor allem auch wunderbar am Stück im Ofen garen. Kauen muss man hier auch noch recht ordentlich, aber es ist wesentlich zarter als Hüfte und preislich noch recht erschwinglich.
<<--- Sowas schönes kannn man sich leisen, wenn man bei Gourmetfleisch bestellt!
- Filet: Der König der Steaks. Nicht zu verwechseln mit dem falschen Filet. Letzteres ist zum Kurzbraten nicht geeignet - die Ähnlichkeit besteht nur in der optischen Form des ganzen Stücks. Das falsche Filet ist ein Schmorbraten aus dem Bug - das Filet ist i.d.R. das teuerste Stück vom Rind, besonders zart und mager.
So. Soweit erstmal dazu.
Generell gilt: Fleisch vor dem Braten bestenfalls mindestens 2 Stunden früher aus dem Kühlschrank nehmen und bei Zimmertemperatur liegen lassen. Dies sorgt dafür, dass sich die Fasern beim braten nicht schlagartig zusammenziehen und zäh werden.
Übrigens: Fleisch hat keine Poren. Haut hat Poren, Fleisch hat Fasern. Daher ist der lange gepflegte Spruch 'Fleisch anbraten, damit sich die Poren schließen' völliger Blödsinn. Um zu verhindern, dass ein Steak beim Braten zuviel Flüssigkeit verliert, sollte vor allem die Pfanne heiß genug sein und nicht zu voll sein. Wer zuviel Fleisch auf einmal in die Pfanne schmeißt, riskiert, dass diese zu schnell abkühlt und das Fleisch vor sich hin kocht statt zu braten.
Für die Zubereitung eines perfekten Steaks gibt es 3 Möglichkeiten.
1. Braten und nachziehen lassen: Die Pfanne auf recht hoher Hitze heiß werden lassen, das Steak von allen Seiten kurz und knackig anbraten, so dass es überall eine schöne Bräunung erhält und anschließend im 100-120°C heißen Ofen bei Ober-/Unterhitze auf dem freien Rost nachziehen lassen. Bitte das Steak NICHT in Alufolie wickeln oder auf einen Teller legen. Alufolie sorgt dafür, dass der Fleischsaft kondensiert und die schöne knusprige Kruste zerstört; auf einem Teller würde die Hitze nicht gleichmäßig ans Fleisch geraten und dieses daher ungleichmäßig gare.
Die benötigte Zeit variiert hier je nach Steakhöhe, Temperatur und Reifung zwischen 10 und 30 Minuten.
2. Rückwärtsgaren: Steak im 50-60°C heißen Ofen etwa eine Stunde vorwärmen. Hierbei wird erreicht, dass das Fleisch rundum bereits die gewünschte Kerntemperatur hat. Anschließend muss es nur blitzschnell durch die knallheiße Pfanne fliegen um eine schöne Kruste zu bekommen. Diese Methode eignet sich besonders für Liebhaber von sehr heißem Essen.
3. Die Pfanne. Eine Pfanne auf 2/3 der Hitze erhitzen und das Steak braten. Hierbei vor allem nicht alle 30 Sekunden wenden, sondern länger auf jeder Seite liegen lassen, um die Temperatur in der Pfanne gleich zu halten.
Um die gewünschte Garung abzuschätzen gibt es zwei Methoden. Entweder man hat ein tolles Kernthermometer und kontrolliert - dies eignet sich besonders bei der ersten Variante, dem Nachgaren im Ofen. Hierbei gelten in etwa die folgenden Temperaturen:
50° - 55° = blutig - medium rare
55° - 58° = medium
Alles darüber ist irrelevant, denn es ist ein Frevel ein gutes Steak durchzubraten.
Die andere Möglichkeit ist per Fingerdruck die Garung zu prüfen.
Hierzu legt man die Fingerspitzen vom Daumen und einem der anderen Finger locker aneinander und drückt mit einem Finger der anderen Hand auf den Daumenballen. Die Oberflächenspannung an dieser Stelle, sollte der Spannung auf dem Steak gleichen (vorsicht, nicht die Finger verbrennen ;) ). Hierbei gilt:

Daumen - Zeigefinger = blutig
Daumen - Mittelfinger = medium rare - medium
Daumen - Ringerfinger = medium - durch
Daumen - kleiner Finger = Schuhsohle
Diese Variante erfordert ein wenig Übung, klappt aber ganz gut.
Zu beachten sei noch, dass Fleisch, was schon sehr sehr gut abgehangen ist, wesentlich kürzer in der Pfanne verweilen muss. Also, Obacht!
Gewürzt wird bei mir nur mit Pfeffer und Salz. Ob man dies nun vor, während oder nach dem Braten tut ist wohl eine Glaubensfrage. Einzig wichtig ist, das Fleisch nicht Stunden vorher zu salzen, da das Salz sonst, dank osmotischem Druck, dem Fleisch vorher das Wasser entziehen würde.
Mit diesen paar Kniffen, muss man keine Angst vor Steaks haben. Wirklich große Kochkunst ist das nicht wirklich - wenn man sich einfach mal traut und sich ein bisschen Zeit lässt.
Ich denke, die Informationsflut war erstmal groß genug, daher spare ich mir heute mal eine Beschreibung der Beilage.
Medium rare gebratenes dry aged Entrecôte vom irischen Rind mit Stuffed Potatoe Skins, Kräuterbutter und Steaksoße.
Guten Hunger!
xoxo Gwen
P.S.: etwaige Rechtschreibfehler schreibe ich heute mal einem etwas zu ausgeuferten Koffeinkonsum zu.
Samstag, 23. Februar 2013
Lasagne alla famiglia
Um letztere soll es heute gehen, denn sie ist das Lieblingsgericht meines Bruders und eines der ersten Gerichte die ich jemals zu kochen gelernt habe. Wie man sich hierbei schon denken kann, gibt es bei mir nicht die komplizierte Version einer Lasagne Bolognesi mit stundenlang gekochter Soße, sondern eine leicht vereinfachte Variante, die dennoch wahnsinnig lecker ist.
Lasagna alla ricetta famigliare
Wir brauchen (für 6 Portionen)
- eine große Flache Auflaufform, rechteckig
- eine Packung Lasagneplatten (ich nehme immer die von Barilla, da ich mit anderen Marken teilweise wirklich Probleme bzgl. der Garung bekommen habe...)
- ca. 200g Streukäse (Gouda, Mozzarella oder das was man gere mag. Nur bitte nicht diese Mischungen mit 'Pizzakäse' kaufen. Da könnten sie auch direkt 'Analogkäse' draufschreiben)
- 500g gemischtes Gehacktes oder reines Rinderhack (letzteres ist magerer)
- 1 große Zwiebel
- 1 Knoblauchzehe
- 1 Dose gehackte Tomaten á 400g
- 2 Päckchen/Dosen passierte Tomaten á 500g
- Tomatenmark
- Thymian, Oregano, ggf. Kräuter der Provence
- Salz und Pfeffer
- eine Prise Zucker
- evtl. ein Becher Sahne (je nachdem wie intensiv man den Tomatensoßengeschmack haben möchte. Außerdem macht Sahne die Lasagne etwas cremiger, muss aber nicht zwingend sein)
- 1 EL Butter
- 1 EL Mehl
- etwa 250ml Milch
- Salz, Pfeffer und Muskatnuss
Los geht es mit der Hackfleischsoße. Dazu nun einen großen Topf (wichtig ist v.a. eine große Bodenfläche und ein Fassungsvolumen von mind. 2 Litern) auf starker Hitze aufsetzen und einen Schuss Öl/Olivenöl hineingeben. Hier nun das Hackfleisch hineinlegen. Kurz braten lassen und dann mit einem Kochlöffel langsam zerpflücken und im Topf verteilen. Braten lassen und nicht zu wild drin herumrühren, damit der Topfboden nicht zu stark abkühlt.
Währenddessen die Zwiebel fein schneiden und anschließend zum bratenden Hack (welches zu diesem Moment schon rundum gebraten sein sollte) geben und die Zwiebeln glasig garen lassen. Nun den Knoblauch fein hacken und mitbraten. Bevor alles ansetzt und zu stark bräunt mit den gehackten und passierten Tomaten auffüllen (wer möchte kann das Bratgut auch zunächst mit einem Schuss Rotwein ablöschen, das bringt noch eine etwas andere Note dazu), etwas von allen Kräutern dazugeben, die Hitze auf etwa 1/3 runterstellen, einen Deckel auf den Topf setzen und alles für gute 20 Minuten köcheln lassen.
In der Zwischenzeit wird eine Béchamel hergestellt. Hierzu benötigen wir einen kleineren Topf, der auf etwa halber Hitze aufgesetzt wird. Die Butter wird darin geschmolzen bis sie leicht zu schäumen anfängt. Nun vorsichtig das Mehl einstreuen und mit einem Schneebesen einrühren. Das Verhältnis Butter:Mehl ist dann am Besten, wenn sich die Mischung als leicht zähe Masse vom Topfrand schieben lässt. Diese nun mit einem Schuss Milch ablöschen und kräftig rühren, so dass sich alle Klümpchen lösen. Sobald es aufkocht und anfängt nachzudicken wieder einen Schuss Milch dazugeben und weiterühren... Dies so lange wiederholen, bis die Soße im aufkochen nicht mehr zu stark nachdickt und eine angenehm dicklich-gebundene Konsistenz hat. Dann noch kurz auf kleiner Flamme köcheln lassen, damit der Mehlgeschmack auskocht. Nun mit Salz, Pfeffer und gemahlener Muskatnuss abschmecken. Wer es besonders Käsig möchte kann hier in der heißen Sonne auch schon etwas Käse mit dazu geben.
Nun die Hackfleischsoße umrühren, etwas Tomatenmark dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Wer die sahnige Variante wählt gibt jetzt ganz zum Schluss einen beliebigen Schuss hinzu, so dass diese nicht mehr mitkocht (Gerinnungsgefahr!).
Jetzt den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Der Quasi letzte Schritt ist recht simpel. Bereitgestellt wird die Auflaufform, beide Soßen, zwei Kellen und die Lasagneplatten. Nun wird abwechselnd geschichtet. Die unterste Schicht ist eine dünne Lage der Hackfleischsoße, hier drauf kommen Lasagneplatten (Wichtig: nicht die gesamte Fläche mit Platten auslegen, sondern Platz an den Seiten lassen. Die Nudeln dehnen sich noch aus und mit zuviel Nudel wird das Ganze sonst eine sehr teigige Angelegenheit), darauf die Bechamel (die nur direkt über den Platten dünn verteilt wird) und darauf wieder die Hackfleischsoße etc. bis die Soßen aufgebraucht sind. Die letzte Schicht sollten Hackfleischoße und zum Schluss Bechamel bilden. Die fertig geschichtete Lasagne etwa 5-10 Minuten stehen lassen, so dass die Nudelplatten schon etwas Flüssigkeit ziehen können. Nun den Käse darüber verteilen und
Mit einem großen Messer Stücke vorschneiden und servieren.
Buon appetito!
xoxo
Gwen
Donnerstag, 24. Januar 2013
Gar nicht so kreatives Paprika-Rahm-Huhn
Wow.
Da dachte ich mir, nach langer Auszeit muss ich endlich mal wieder was posten und stelle fest - gestern wurden die 2000 Hits geknackt! Danke, an alle regelmäßigen Leser, die immer mal wieder hier nach dem Rechten schauen :)
Die letzten zwei Monate waren eine sehr uninspirierte Zeit, in der ich nicht viel Neues am Herd ausprobiert habe. Ein paar Fotostrecken habe ich dennoch erstellt und da wird auch mal nach und nach was an Rezepten reinpurzeln.
Heute schreibe ich euch auf jeden Fall mein Lieblingsessen der letzten paar Monate.

Vorweg:
Dieses Gericht stellt nicht den Anspruch wahnsinnig leicht oder bekömmlich oder sonst was zu sein - außer wahnsinnig lecker. Ich rate hiermit auch ausdrücklich davon ab, irgendwelche Diät-Ersatz-Produkte zu verwenden. Zum einen sind diese oftmals ungesünder (aufgrund der chemischen Veränderung und dem gehäuften Vorkommen von ungesättigten/Trans-Fettsäuren) als das fettigere Original und haben beim Kochen oft andere Eigenschaften. Eine Rama schlagmichtot Cuisine mit weniger Fett bindet beispielsweise nicht.
Jetzt geht's aber los.
Für 2-3 Esser brauchen wir (die Soßenmenge reicht auch durchaus noch für locker eine Portion mehr..):
- 500g Hähnchenbrust, ausgelöst ('Filet')
- 2 mittelgroße Zwiebeln
- eine Knoblauchzehe
- 2 rote Paprika
- 1 Chilischote oder etwas getrockneten Chili
- etwas Mehl
- ca.1/8L Gemüsebrühe,
- je 1 TL Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
- ca. 1TL Tomatenmark
- Ein Becher Sahne (200g)
- Ein Becher Schmand (200g)
- Salz, Pfeffer
- Etwas Öl oder Butterschmalz
Zunächst wird das Huhn aus der Verpackung genommen und abgespült, sowie trocken getupft (das macht man beim Huhn in der Regel nur wg. der Salmonellengefahr und da manchmal kleine Knochensplitter am Fleisch haften können). Währenddessen eine große Pfanne bei 2/3 Hitze oder etwas heißer aufsetzen und etwas Öl hinein geben. Die Hähnchensteaks evtl. mit einem leichten Schmetterlingsschnitt versehen (an der dicksten Stelle quer einschneiden und aufklappen), damit das Fleisch überall annähernd die gleiche Stärke hat.
Die Steaks in der Pfanne von beiden Seiten scharf anbraten (-> leicht bräunen lassen). Das Fleisch soll hierbei nicht durchgaren, sondern nur ein bisschen Aroma entwickeln. Von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und anschließend in eine passige Auflaufform legen.
Während das Huhn brät die Zwiebeln schälen und in Streifen (feine) schneiden. Nachdem das Huhn aus der Pfanne genommen wurde hier im gleichen Bratensatz die Zwiebeln hinein geben, allerdings mit der Temperatur ein bisschen auf etwa 1/2 - 2/3 Hitze runtergehen. Eventuell muss noch etwas Öl nachgegeben werden, damit die Zwiebeln gleichmäßig garen. (Wer nicht so eine schöne große Pfanne (28cm Durchmesser hat meine) mit hohem Rand hat, sollte sich überlegen, die Soße in einem Topf anzusetzen - oder den Herd zu überfluten... hmhm....
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
In der Zwischenzeit die Chili entkernen, die Knoblauchzehe schälen (geht einfacher wenn man die komplette Zehe mit der flachen Seite des Messers vorher etwas andrückt), und beides fein hacken.

Tipp: erst in feine Scheiben schneiden, mit etwas Salz bestreuen und dann hacken, mit der flache Seite des Messers aufs Brettchen drücken, wieder hacken, usw. So kriegt man's richtig fein.
Zu den glasig gebratenen Zwiebeln geben. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, Waschen und ebenfalls in Streifen schneiden und anschließend mit in die Pfanne geben. Das Ganze etwas braten lassen (je nachdem wie bissfest man die Paprika am Ende haben möchte - ich mags hierbei ganz gerne recht weich). Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen.
Dem Pfanneninhalt nun das Tomatenmark zugeben und alles mit 1-2 EL Mehl abstäuben, dieses gut unterrühren und anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurz aufköcheln lassen (aufpassen, dass nichts anbrennt!) und anschließend Schmand und Sahne unterrühren. Das Ganze noch einmal aufkochen lassen und abschmecken (evtl. mit etwas Zucker den Geschmack heben und bedenken, dass durch das anschließende Backen noch etwas mehr Geschmack kommt).
Die Paprikasoße über das Huhn in die Auflaufform geben und das Ganze für etwa eine halbe Stunde in den Ofen verfrachten. Besonders lecker find ich es, wenn die Sahnesoße oben anbräunt.
Man kann das auch alles mit Käse überbacken - finde ich aber, obwohl ich Käseliebhaber bin, unnötig.

Dazu passen prima Bandnudeln oder Gnocchi oder einfach nur Baguette und ein Salat!
Buon appetito
xoxo
Gwen
Zum Schluss gibt es noch einen Musiktipp von mir, der so gar nichts mit dem Rezept zu tun hat. Alle Irland-Fans sollten mal reinhören in die Compilation Ceol '10 (gibt's z.B. bei Spotify), auf der irische Künstler bekannte Songs in gälisch interpretieren.. :>
Da dachte ich mir, nach langer Auszeit muss ich endlich mal wieder was posten und stelle fest - gestern wurden die 2000 Hits geknackt! Danke, an alle regelmäßigen Leser, die immer mal wieder hier nach dem Rechten schauen :)
Die letzten zwei Monate waren eine sehr uninspirierte Zeit, in der ich nicht viel Neues am Herd ausprobiert habe. Ein paar Fotostrecken habe ich dennoch erstellt und da wird auch mal nach und nach was an Rezepten reinpurzeln.
Heute schreibe ich euch auf jeden Fall mein Lieblingsessen der letzten paar Monate.
Paprika-Rahm-Hähnchen
Vorweg:
Dieses Gericht stellt nicht den Anspruch wahnsinnig leicht oder bekömmlich oder sonst was zu sein - außer wahnsinnig lecker. Ich rate hiermit auch ausdrücklich davon ab, irgendwelche Diät-Ersatz-Produkte zu verwenden. Zum einen sind diese oftmals ungesünder (aufgrund der chemischen Veränderung und dem gehäuften Vorkommen von ungesättigten/Trans-Fettsäuren) als das fettigere Original und haben beim Kochen oft andere Eigenschaften. Eine Rama schlagmichtot Cuisine mit weniger Fett bindet beispielsweise nicht.
Jetzt geht's aber los.
Für 2-3 Esser brauchen wir (die Soßenmenge reicht auch durchaus noch für locker eine Portion mehr..):
- 500g Hähnchenbrust, ausgelöst ('Filet')
- 2 mittelgroße Zwiebeln
- eine Knoblauchzehe
- 2 rote Paprika
- 1 Chilischote oder etwas getrockneten Chili
- etwas Mehl
- ca.1/8L Gemüsebrühe,
- je 1 TL Paprikapulver edelsüß und rosenscharf
- ca. 1TL Tomatenmark
- Ein Becher Sahne (200g)
- Ein Becher Schmand (200g)
- Salz, Pfeffer
- Etwas Öl oder Butterschmalz
Zunächst wird das Huhn aus der Verpackung genommen und abgespült, sowie trocken getupft (das macht man beim Huhn in der Regel nur wg. der Salmonellengefahr und da manchmal kleine Knochensplitter am Fleisch haften können). Währenddessen eine große Pfanne bei 2/3 Hitze oder etwas heißer aufsetzen und etwas Öl hinein geben. Die Hähnchensteaks evtl. mit einem leichten Schmetterlingsschnitt versehen (an der dicksten Stelle quer einschneiden und aufklappen), damit das Fleisch überall annähernd die gleiche Stärke hat.
Während das Huhn brät die Zwiebeln schälen und in Streifen (feine) schneiden. Nachdem das Huhn aus der Pfanne genommen wurde hier im gleichen Bratensatz die Zwiebeln hinein geben, allerdings mit der Temperatur ein bisschen auf etwa 1/2 - 2/3 Hitze runtergehen. Eventuell muss noch etwas Öl nachgegeben werden, damit die Zwiebeln gleichmäßig garen. (Wer nicht so eine schöne große Pfanne (28cm Durchmesser hat meine) mit hohem Rand hat, sollte sich überlegen, die Soße in einem Topf anzusetzen - oder den Herd zu überfluten... hmhm....
Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
In der Zwischenzeit die Chili entkernen, die Knoblauchzehe schälen (geht einfacher wenn man die komplette Zehe mit der flachen Seite des Messers vorher etwas andrückt), und beides fein hacken.
Tipp: erst in feine Scheiben schneiden, mit etwas Salz bestreuen und dann hacken, mit der flache Seite des Messers aufs Brettchen drücken, wieder hacken, usw. So kriegt man's richtig fein.
Dem Pfanneninhalt nun das Tomatenmark zugeben und alles mit 1-2 EL Mehl abstäuben, dieses gut unterrühren und anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Kurz aufköcheln lassen (aufpassen, dass nichts anbrennt!) und anschließend Schmand und Sahne unterrühren. Das Ganze noch einmal aufkochen lassen und abschmecken (evtl. mit etwas Zucker den Geschmack heben und bedenken, dass durch das anschließende Backen noch etwas mehr Geschmack kommt).
Die Paprikasoße über das Huhn in die Auflaufform geben und das Ganze für etwa eine halbe Stunde in den Ofen verfrachten. Besonders lecker find ich es, wenn die Sahnesoße oben anbräunt.
Man kann das auch alles mit Käse überbacken - finde ich aber, obwohl ich Käseliebhaber bin, unnötig.
Dazu passen prima Bandnudeln oder Gnocchi oder einfach nur Baguette und ein Salat!
Buon appetito
xoxo
Gwen
Zum Schluss gibt es noch einen Musiktipp von mir, der so gar nichts mit dem Rezept zu tun hat. Alle Irland-Fans sollten mal reinhören in die Compilation Ceol '10 (gibt's z.B. bei Spotify), auf der irische Künstler bekannte Songs in gälisch interpretieren.. :>
Montag, 5. November 2012
Smörebröd, smöredbröd, römpömpöm...: Schwedische Zimtschnecken!
Da es im Oktober so wenig von mir gab, gibt's heute jetzt noch ein Rezept.
Diese super leckeren
habe ich im Oktober zweimal gemacht, weil sie so wahnsinnig lecker und einfach sind. Außerdem riecht die ganze Wohnung nach Zimt.
Wir brauchen (für etwa 16 Zimtschnecken):
für den Teig:
- 1/2 Würfel Hefe
- 1/4 L Milch
- 75g Zucker
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Kardamom gemahlen
- 500g Mehl
- 75g Butter
für die 'Füllung':
- 40g Butter
- 50g Zucker
- etwa 1/2 EL Zimt
- 1 Ei
- ggf. Hagelzucker (dieser ganz grobkörnige) zum dekoriern
Das Ganze braucht ein bisschen Vorbereitungszeit. Insgesamt sollte man etwa 2 Stunden einplanen (wegen der Geh-Zeiten des Hefeteiges).
Zunächst die Milch auf Körpertemperatur erwärmen, auf dem Herd oder in der Mikro. Sie sollte auf keinen Fall zu heiß sein, da die Hefekulturen sonst sterben.
Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit dem Zucker, dem Salz und dem Kardamom vermischen. Die Milch darüber geben, umrühren und 5-10 Minuten warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Nun das Mehl einrühren und zu einem Teig kneten. Den dann mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einen warmen, zugfreien Ort stellen und hier etwa 30-40 Minuten gehen lassen. Währenddessen die Butter zerlassen und anschließend in den Teig einkneten (das ist eine etwas matschige Angelegenheit - wenn man sie aber vorher schon zum Teig gibt kann es sein, dass dieser nicht mehr so gut aufgeht. Fett hemmt den Prozess der Hefe).

Den Teig jetzt auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Rechteck ausrollen (meins hat eine Fläche von so ca. 25x40 cm). Der Teig sollte nicht superdünn sein, damit er nicht reißt, aber auch nicht zudick, damit man ihn noch schön füllen und aufrollen kann.
Nun die Butter für die Füllung zerlassen und den feinen Zucker mit dem Zimt in einem Schälchen verrühren. Die Flüssige Butter auf dem Teigrechteck verstreichen und den Zimtzucker gleichmäßig darüber verteilen.
Der Teig wird jetzt längs eingerollt (nicht quetschen aber schon fest zusammenrollen), also auf der längeren Seite, so dass eine lange Rolle von etwa 40cm entsteht. Nun mit einem scharfen Messer etwa 4cm dicke Scheiben abschneiden. Bei diesen das überstehende Ende unter die Breitseite klappen und die Schnecken mit dieser Seite nach unten auf ein Backblech (mit Backpapier belegt) setzen und etwas flach drücken.
Wenn's passt etwas Platz zwischen den Schnecken lassen, da diese noch weiteraufgehen. Das Blech oben AUF den Herd stellen und hier etwa 15 Minuten gehen lassen. Den Ofen nun zum vorheizen anschalten und auf 220°C Ober-/Unterhitze drehen (durch die Wärme, die sich bis auf Herd verteilt, gehen die Schnecken noch ein bisschen besser).
Nun das Ei in ein Schälchen schlagen und verquirlen und anschließend die Oberseite der Schnecken damit bestreichen (gibt eine schöne Farbe im Ofen und sorgt dafür, dass der Teig nicht auseinander fällt). Den Hagelzucker dekorativ darüber verteilen und das Blech auf mittlere Schiene in den Ofen setzen. Jetzt brauchen die Zimtschnecken ca. 15 Minuten (das kann von Ofen zu Ofen variieren, also auf jeden Fall ein Auge drauf haben!). Fertig sind sie, wenn die Oberseite leicht anfängt zu bräunen und sie offensichtlich noch etwas aufgegangen sind.
Am besten schmecken sie noch warm aus dem Ofen, aber auch kalt kann man sie am nächsten Tag noch gut essen (oder kurz auf dem Toaster/in der Mikro anwärmen).
Perfekt für ein herbstliches Kaffeetrinken!
xoxo
Gwen
Diese super leckeren
Schwedischen Zimtschnecken (Kanelbullar)
habe ich im Oktober zweimal gemacht, weil sie so wahnsinnig lecker und einfach sind. Außerdem riecht die ganze Wohnung nach Zimt.
Wir brauchen (für etwa 16 Zimtschnecken):
für den Teig:
- 1/2 Würfel Hefe
- 1/4 L Milch
- 75g Zucker
- 1/2 TL Salz
- 1/2 TL Kardamom gemahlen
- 500g Mehl
- 75g Butter
für die 'Füllung':
- 40g Butter
- 50g Zucker
- etwa 1/2 EL Zimt
- 1 Ei
- ggf. Hagelzucker (dieser ganz grobkörnige) zum dekoriern
Das Ganze braucht ein bisschen Vorbereitungszeit. Insgesamt sollte man etwa 2 Stunden einplanen (wegen der Geh-Zeiten des Hefeteiges).
Die Hefe in einer Schüssel zerbröseln und mit dem Zucker, dem Salz und dem Kardamom vermischen. Die Milch darüber geben, umrühren und 5-10 Minuten warten, bis sich die Hefe aufgelöst hat.
Nun das Mehl einrühren und zu einem Teig kneten. Den dann mit einem Küchenhandtuch abdecken und an einen warmen, zugfreien Ort stellen und hier etwa 30-40 Minuten gehen lassen. Währenddessen die Butter zerlassen und anschließend in den Teig einkneten (das ist eine etwas matschige Angelegenheit - wenn man sie aber vorher schon zum Teig gibt kann es sein, dass dieser nicht mehr so gut aufgeht. Fett hemmt den Prozess der Hefe).
Den Teig jetzt auf einer bemehlten Fläche zu einem großen Rechteck ausrollen (meins hat eine Fläche von so ca. 25x40 cm). Der Teig sollte nicht superdünn sein, damit er nicht reißt, aber auch nicht zudick, damit man ihn noch schön füllen und aufrollen kann.
Nun die Butter für die Füllung zerlassen und den feinen Zucker mit dem Zimt in einem Schälchen verrühren. Die Flüssige Butter auf dem Teigrechteck verstreichen und den Zimtzucker gleichmäßig darüber verteilen.
Wenn's passt etwas Platz zwischen den Schnecken lassen, da diese noch weiteraufgehen. Das Blech oben AUF den Herd stellen und hier etwa 15 Minuten gehen lassen. Den Ofen nun zum vorheizen anschalten und auf 220°C Ober-/Unterhitze drehen (durch die Wärme, die sich bis auf Herd verteilt, gehen die Schnecken noch ein bisschen besser).
Am besten schmecken sie noch warm aus dem Ofen, aber auch kalt kann man sie am nächsten Tag noch gut essen (oder kurz auf dem Toaster/in der Mikro anwärmen).
Perfekt für ein herbstliches Kaffeetrinken!
xoxo
Gwen
Samstag, 3. November 2012
Experimentelles Kochen: Thailändisches Satay mit Erdnusssoße
Klopf, klopf. Ist da noch wer?
Ich weiß, im letzten Monat ist hier nicht viel passiert. Es scheint, dass die Uni mich ein wenig meiner Inspiration beraubt hat. Aber nun schreibe ich am Dienstag Klausur, und das ist doch der beste Zeitpunkt tausend andere Dinge zu finden um sich zu beschäftigen. Man könnte sonst ja tatsächlich lernen. Da der Staubsauber bereits geschwungen und der Arbeitsplatz aufgeräumt ist dachte ich mir, ich zeige euch mal was ich gestern in meiner Küche so gewerkelt habe.
Hier in Detmold gibt es eigentlich nur einen Ort um wirklich gut asiatisch zu essen und das ist der Thailänder in der Elisabethstraße
Hier gibt es mein absolutes Liebslings-Asiagericht: knusprige Ente mit Erdnusssoße.
In Anlehnung daran, habe ich gestern etwas ähnliches leckeres gezaubert.
Bei mir gab's
Satay oder Saté kommt übrigens ursprünglich aus dem Indonesischen und meint nichts weiter als auf einem Bambusspieß über dem Feuer gegrillt.
Sehr typisch ist dieses Gericht in den Niederlanden aber auch hier bekommt man es des Öfteren.
Ursprünglich hatte ich auch vor Spieße zu machen, aber ich fand's dann einfacher, die Hühnerstreifen so zu braten, zumal ich eh kein Fan von Holzspießen in Essen bin und sowieso nicht gerne mit den Händen esse.
Jetzt aber erstmal zum Rezept.
Wir brauchen:
für das Huhn:
- 500g Hühnerbrust, ausgelöst, ohne Haut und Knochen
- 3 TL Sojasoße
- 2 TL Kejtap Manis (süße Sojasoße)
- 2 TL Limettensaft
- 4 TL Kokosmilch
- 1 2x2cm Stück Ingwer
für die Erdnusssoße (da kommt übrigens recht viel Soße bei raus, also könnte man das Rezept auch runterrechnen, aber in so kleinen Mengen find ich das immer schwieriger mit dem würzen usw...):
- 1 Dose Erdnüsse, geröstet und gesalzen (á 200g oder etwas weniger)
- 1 Zwiebel, mittelgroß
- 1 große Knoblauchzehe
- 1 Chilischote
- 1/2 TL Kurkuma
- ca. 1/4 L Hühnerbrühe
- 1/2 Dose Kokosmilch (also in etwa 200ml)
für das Gemüse (hier kann man natürlich variieren, je nachdem was man so mag):
- 2 große Möhren
- 1 Zwiebel
- 1 Paprika
- Mungbohnen-Keimlinge am besten frische, zur Not aus dem Glas
Außerdem:
- Reis, eine Kaffeetasse
- Salz und Pfeffer
- Öl
So. Los geht's in dem das Huhn mariniert wird.
Dazu erstmal die Hühnerbrüste waschen und von den groben Sehnen befreien. Dann das Fleisch in Streifen schneiden. Also längs Scheiben abschneiden. Meine hatten eine Stärke von etwa 5mm.
Nun in einem Glas die Sojasoßen mit dem Limettensaft und der Kokosmilch verrühren, den Ingwer fein hacken und dazu geben.
Die Hühnerstreifen in einen Gefrierbeutel geben und die Marinade darüber kippen. Gut miteinander verkneten, den Beutel fest zudrehen und in den Kühlschrank packen. Das ganze darf ruhig über Nacht marinieren, 2 Stunden sind aber auch okay, wenn man nicht länger Zeit hat.
Übrigens: das Marinieren im Gefrierbeutel hat den unglaublichen Vorteil, dass man viel weniger Marinade braucht als in einer Schüssel, das Fleisch muss nicht gewendet werden und der Gefrierbeutel nimmt im Kühlschrank wesentlich weniger Platz weg.
In der Zwischenzeit wird die Soße gekocht.
Hierzu zunächst die Erdnüsse mahlen. Dazu kann man eine Kaffeemühle verwenden oder es mit dem Pürierstab versuchen. Ich habe so einen Mixbecheraufsatz für meinen Pürierstab, damit hat das recht gut geklappt.
So oder so sollten die Nüsse recht fein gemahlen werden, so dass ein leicht klebriges Nussmehl entsteht. Wer am mahlen scheitert, oder kein passendes Werkzeug hat, kann auch Erdnussbutter kaufen und diese zur Soße geben. (Ist aber entschieden teurer)
Die Zwiebel fein hacken und in etwas Öl in einem Topf langsam braten. Da am Ende keine großen Zwiebelstücke in der Soße sein sollen ist es wichtig, die Zwiebel nicht zu scharf zu braten, da sie sonst zu schnell braun, aber nicht wirklich weich wird. Also gebt der Sache ein bisschen Zeit.
Währenddessen Knoblauch und Chili fein hacken und zur Zwiebel geben sobald diese anfängt zu bräunen. Solange braten lassen, bis der Knoblauch gut gar aber bestenfalls nicht verbrannt ist.
Hier nun den Kurkuma dazugeben (wer keins zuhause hat kann es zur Not auch weglassen, oder ggf. Currypulver nehmen - das aber ohne Gewähr) und mitrösten, anschließend das Erdnussmehl dazugeben und ebenfalls kurz mitrösten. Alles mit der Hühnerbrühe ablöschen (ggf. mehr als angegeben, bzw. noch etwas Wasser dazugeben. Es sollte zwar dickflüssig sein aber auch nicht anbrennen (...das ist mir natürlich passiert...)), einen Deckel aufsetzen und alles für 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
Falls dochmal was anbrennt empfiehlt es sich nicht wie wild am Topfboden rumzukratzen, sondern den Inhalt erstmal in einen anderen Topf umzufüllen und darin weiterzukochen. So kann man ein Essen in der Regel noch retten.
Nach der Kochzeit die Kokosmilch aufkippen, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nun geht's an's Gemüse.
Die Paprika waschen, entkernen und in Streifen schneiden.
Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden.
Die Möhren schälen und in Julienne schneiden -> in Streifen! Diese haben den Vorteil, dass sie gleichmäßiger garen mit dem anderen Gemüse zusammen.
Die Mungbohnen-Keimlinge waschen.
Für das finale fertigstellen braucht man eigentlich nur 20 Minuten.
Der Reis sollte vielleicht etwas eher aufgesetzt werden. Hier gilt wie immer: 1 Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser und ein wenig Salz kalt aufsetzen (mit Deckel!). Sobald es kocht, die Temperatur ausdrehen und den Reis einfach ziehen lassen.
Das Huhn schonmal aus dem Kühlschrank nehmen.
Jetzt wird eine große Pfanne erhitzt (ruhig mit ordentlich Hitze) und etwas Öl hineingegeben. Nun zu erst die Möhren in die Pfanne geben und einen Moment braten lassen. Die Möhren sind am härtesten und brauchen daher am längsten von den Gemüsen.
Als nächstes folgen die Zwiebeln. Sobald diese leicht glasig werden, gibt man die Paprika hinzu, sobald diese leicht bräunt kommen die Keimlinge mit in die Pfanne. Wenn diese auch gut Hitze angenommen haben wird das Gemüse gepfeffert und mit einem Schuss Sojasoße abgelöscht. Zum abschmecken kann man noch Ketjap Manis dazu geben - ich mag das sehr gerne.
Wenn man noch andere Gemüsesorten wie Pilze oder Chinakohl dazugeben möchte, muss man sich nur über die Beschaffenheit des jeweiligen Gemüses klar werden. Wie lange ist die Garzeit dafür und an wann kommt es in die Pfanne? Schief gehen kann dabei eigentlich wenig.
Das Gemüse aus der Pfanne auf einen Teller geben und kurz warm halten. Die noch heiße Pfanne wieder auf den Herd geben und nachheizen lassen, Temperatur weiter sehr hoch lassen. Natürlich könnte man das Huhn auch parallel zum Gemüse in einer zweiten Pfanne braten, aber das ist hier ja Thai für Faule, nicht für Spülbegeisterte.
Mit einem Küchenkrepp die Marinade vom Huhn abtupfen (spritzt sonst so in der Pfanne), wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die Hühnerstreifen einlegen. Warten bis der obere Rand des Fleisches bereits weiß, also gar wird, dann die Streifen einmal drehen und noch kurz von der anderen Seite braten. In der Pfanne pfeffern (Salz ist eigtl. durch die Sojasoße schon gegeben, ist aber Geschmackssache wie salzig man das mag).
Zum Anrichten nun einfach etwas Reis auf einen Tellergeben, das Gemüse daneben, das Huhn oben drauf und ein paar Löffel von der Soße darüber geben.
Klingt vielleicht alles etwas kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht, da es sich super vorbereiten lässt. Und wenn man nicht so dusselig ist, wie ich es gelegentlich bin, lässt man auch weder die Erdnüsse fallen und verteilt diese in der ganzen Küche, noch lässt man die Soße anbrennen.
Natürlich kann man das in Streifen geschnittene Huhn auch zu Satay-Spießen verarbeiten wie es eigentlich in dem Gericht vorgesehen ist. Ich war schlicht und ergreifend zu faul. Wenn man dies machen möchte sollte man nur beachten, dass die Holzspieße am besten eine halbe Stunde vor dem Aufspießen gewässert werden sollten. Sie dehnen sich hierbei aus und ziehen sich später in der Hitze der Pfanne wieder zusammen - so lässt sich das Fleisch wesentlich leichter vom Spieß schieben.
Guten Hunger!
xoxo
Gwen
Ich weiß, im letzten Monat ist hier nicht viel passiert. Es scheint, dass die Uni mich ein wenig meiner Inspiration beraubt hat. Aber nun schreibe ich am Dienstag Klausur, und das ist doch der beste Zeitpunkt tausend andere Dinge zu finden um sich zu beschäftigen. Man könnte sonst ja tatsächlich lernen. Da der Staubsauber bereits geschwungen und der Arbeitsplatz aufgeräumt ist dachte ich mir, ich zeige euch mal was ich gestern in meiner Küche so gewerkelt habe.
Hier in Detmold gibt es eigentlich nur einen Ort um wirklich gut asiatisch zu essen und das ist der Thailänder in der Elisabethstraße
Hier gibt es mein absolutes Liebslings-Asiagericht: knusprige Ente mit Erdnusssoße.
In Anlehnung daran, habe ich gestern etwas ähnliches leckeres gezaubert.
Bei mir gab's
Hähnchen-Satay (für Faule) in Erdnusssoße mit Reis und Asiagemüse
Satay oder Saté kommt übrigens ursprünglich aus dem Indonesischen und meint nichts weiter als auf einem Bambusspieß über dem Feuer gegrillt.
Sehr typisch ist dieses Gericht in den Niederlanden aber auch hier bekommt man es des Öfteren.
Ursprünglich hatte ich auch vor Spieße zu machen, aber ich fand's dann einfacher, die Hühnerstreifen so zu braten, zumal ich eh kein Fan von Holzspießen in Essen bin und sowieso nicht gerne mit den Händen esse.
Jetzt aber erstmal zum Rezept.
Wir brauchen:
für das Huhn:
- 500g Hühnerbrust, ausgelöst, ohne Haut und Knochen
- 3 TL Sojasoße
- 2 TL Kejtap Manis (süße Sojasoße)
- 2 TL Limettensaft
- 4 TL Kokosmilch
- 1 2x2cm Stück Ingwer
für die Erdnusssoße (da kommt übrigens recht viel Soße bei raus, also könnte man das Rezept auch runterrechnen, aber in so kleinen Mengen find ich das immer schwieriger mit dem würzen usw...):
- 1 Dose Erdnüsse, geröstet und gesalzen (á 200g oder etwas weniger)
- 1 Zwiebel, mittelgroß
- 1 große Knoblauchzehe
- 1 Chilischote
- 1/2 TL Kurkuma
- ca. 1/4 L Hühnerbrühe
- 1/2 Dose Kokosmilch (also in etwa 200ml)
für das Gemüse (hier kann man natürlich variieren, je nachdem was man so mag):
- 2 große Möhren
- 1 Zwiebel
- 1 Paprika
- Mungbohnen-Keimlinge am besten frische, zur Not aus dem Glas
Außerdem:
- Reis, eine Kaffeetasse
- Salz und Pfeffer
- Öl
So. Los geht's in dem das Huhn mariniert wird.
Nun in einem Glas die Sojasoßen mit dem Limettensaft und der Kokosmilch verrühren, den Ingwer fein hacken und dazu geben.
Die Hühnerstreifen in einen Gefrierbeutel geben und die Marinade darüber kippen. Gut miteinander verkneten, den Beutel fest zudrehen und in den Kühlschrank packen. Das ganze darf ruhig über Nacht marinieren, 2 Stunden sind aber auch okay, wenn man nicht länger Zeit hat.
Übrigens: das Marinieren im Gefrierbeutel hat den unglaublichen Vorteil, dass man viel weniger Marinade braucht als in einer Schüssel, das Fleisch muss nicht gewendet werden und der Gefrierbeutel nimmt im Kühlschrank wesentlich weniger Platz weg.
In der Zwischenzeit wird die Soße gekocht.
Hierzu zunächst die Erdnüsse mahlen. Dazu kann man eine Kaffeemühle verwenden oder es mit dem Pürierstab versuchen. Ich habe so einen Mixbecheraufsatz für meinen Pürierstab, damit hat das recht gut geklappt.
So oder so sollten die Nüsse recht fein gemahlen werden, so dass ein leicht klebriges Nussmehl entsteht. Wer am mahlen scheitert, oder kein passendes Werkzeug hat, kann auch Erdnussbutter kaufen und diese zur Soße geben. (Ist aber entschieden teurer)
Währenddessen Knoblauch und Chili fein hacken und zur Zwiebel geben sobald diese anfängt zu bräunen. Solange braten lassen, bis der Knoblauch gut gar aber bestenfalls nicht verbrannt ist.
Hier nun den Kurkuma dazugeben (wer keins zuhause hat kann es zur Not auch weglassen, oder ggf. Currypulver nehmen - das aber ohne Gewähr) und mitrösten, anschließend das Erdnussmehl dazugeben und ebenfalls kurz mitrösten. Alles mit der Hühnerbrühe ablöschen (ggf. mehr als angegeben, bzw. noch etwas Wasser dazugeben. Es sollte zwar dickflüssig sein aber auch nicht anbrennen (...das ist mir natürlich passiert...)), einen Deckel aufsetzen und alles für 10-15 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen. Zwischendurch umrühren.
Nach der Kochzeit die Kokosmilch aufkippen, kurz aufkochen lassen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Nun geht's an's Gemüse.
Die Paprika waschen, entkernen und in Streifen schneiden.
Die Zwiebel schälen und in Streifen schneiden.
Die Möhren schälen und in Julienne schneiden -> in Streifen! Diese haben den Vorteil, dass sie gleichmäßiger garen mit dem anderen Gemüse zusammen.
Die Mungbohnen-Keimlinge waschen.
Für das finale fertigstellen braucht man eigentlich nur 20 Minuten.
Der Reis sollte vielleicht etwas eher aufgesetzt werden. Hier gilt wie immer: 1 Tasse Reis mit 2 Tassen Wasser und ein wenig Salz kalt aufsetzen (mit Deckel!). Sobald es kocht, die Temperatur ausdrehen und den Reis einfach ziehen lassen.
Das Huhn schonmal aus dem Kühlschrank nehmen.
Jetzt wird eine große Pfanne erhitzt (ruhig mit ordentlich Hitze) und etwas Öl hineingegeben. Nun zu erst die Möhren in die Pfanne geben und einen Moment braten lassen. Die Möhren sind am härtesten und brauchen daher am längsten von den Gemüsen.
Als nächstes folgen die Zwiebeln. Sobald diese leicht glasig werden, gibt man die Paprika hinzu, sobald diese leicht bräunt kommen die Keimlinge mit in die Pfanne. Wenn diese auch gut Hitze angenommen haben wird das Gemüse gepfeffert und mit einem Schuss Sojasoße abgelöscht. Zum abschmecken kann man noch Ketjap Manis dazu geben - ich mag das sehr gerne.
Wenn man noch andere Gemüsesorten wie Pilze oder Chinakohl dazugeben möchte, muss man sich nur über die Beschaffenheit des jeweiligen Gemüses klar werden. Wie lange ist die Garzeit dafür und an wann kommt es in die Pfanne? Schief gehen kann dabei eigentlich wenig.
Das Gemüse aus der Pfanne auf einen Teller geben und kurz warm halten. Die noch heiße Pfanne wieder auf den Herd geben und nachheizen lassen, Temperatur weiter sehr hoch lassen. Natürlich könnte man das Huhn auch parallel zum Gemüse in einer zweiten Pfanne braten, aber das ist hier ja Thai für Faule, nicht für Spülbegeisterte.
Mit einem Küchenkrepp die Marinade vom Huhn abtupfen (spritzt sonst so in der Pfanne), wieder etwas Öl in die Pfanne geben und die Hühnerstreifen einlegen. Warten bis der obere Rand des Fleisches bereits weiß, also gar wird, dann die Streifen einmal drehen und noch kurz von der anderen Seite braten. In der Pfanne pfeffern (Salz ist eigtl. durch die Sojasoße schon gegeben, ist aber Geschmackssache wie salzig man das mag).
Zum Anrichten nun einfach etwas Reis auf einen Tellergeben, das Gemüse daneben, das Huhn oben drauf und ein paar Löffel von der Soße darüber geben.
Klingt vielleicht alles etwas kompliziert, ist es aber eigentlich gar nicht, da es sich super vorbereiten lässt. Und wenn man nicht so dusselig ist, wie ich es gelegentlich bin, lässt man auch weder die Erdnüsse fallen und verteilt diese in der ganzen Küche, noch lässt man die Soße anbrennen.
Natürlich kann man das in Streifen geschnittene Huhn auch zu Satay-Spießen verarbeiten wie es eigentlich in dem Gericht vorgesehen ist. Ich war schlicht und ergreifend zu faul. Wenn man dies machen möchte sollte man nur beachten, dass die Holzspieße am besten eine halbe Stunde vor dem Aufspießen gewässert werden sollten. Sie dehnen sich hierbei aus und ziehen sich später in der Hitze der Pfanne wieder zusammen - so lässt sich das Fleisch wesentlich leichter vom Spieß schieben.
Guten Hunger!
xoxo
Gwen
Freitag, 5. Oktober 2012
Lecker-Süße Kalorienbombe: Bananasplit-Torte
Gleich mehreres gibt's zu feiern. Dieses mitlerweile 6 Monate alte Küchenblog hat die 1000 Aufrufe geschafft. Danke allen treuen Lesern :)
Zudem hat heute mein kleiner Bruder Geburtstag und traditionell kriegt er von mir eine Torte. Dieses Jahr wurde es eine Bananasplit-Torte, zusammengesetzt aus diversen Rezepten und teilweise selbst erdachten.
Wer sowas gerne nachmachen möchte, braucht kein besonderes Händchen für Konditorei, aber ein wenig Geduld. Los geht's erstmal mit dem Einkaufszettel.
Bananasplit-Torte
Wir brauchen:
Für den Boden:
- 5 Eier
- 5 EL warmes Wasser
- 150g Zucker
- 100g Mehl
- eine Prise Salz
- 1 EL Speisestärke
- 1 EL Kakao (also Backkakao, ungesüßt, nicht sowas wie Nesquik)
Für die Vanillecreme:
- 2 Blatt Gelatine
- 1 Päckchen Vanillepuddingpulver zum kochen (z.B. von Dr. Oetker)
- 4 EL Zucker
- 400ml Milch
- 200g Sahne, gut gekühlt
- eine Tüte Vanillezucker, bzw 1 EL
- eine Tüte Sahnesteif
Für die Schokocreme:
- 200g Puderzucker
- 30g Kakao (s.o.)
- 150g Butter, zimmerwarm
- 85g Edelbitter-/Halbbitter Schokolade (gibt's z.B. von Sarotti mit 50% Kakaoanteil)
- 60ml Sahne
Für die Glasur/Ganache:
- 150g Sahne
- 175g Edelbitter-/Halbbitter Schokolade
- 1 EL Zucker
- 75g Butter
Außerdem:
- 6 Bananen (5 für die Füllung, eine für die Deko)
- etwas Honig
- evtl. etwas Bananenlikör
- 100g Sahne (gekühlt) für die Deko, Sahnesteif und Vanillezucker
- Schokoperlen mit Knusperkern
- evtl. anderer Dekokrams
- bestenfalls ein Tortenring und eine Spritztülle
Es ist durchaus sinnvoll mit dem ganzen Spaß am Vortag anzufangen, oder sehr früh morgens am eigentlichen Verbrauchstag.
Als erstes werden die Böden gebacken.
Eine Prise Salz zum Eiweiß geben und mit einem Handmixer auf hoher Stufe schlagen (mit dem Schneebesen-Aufsätzen). Wenn das Eiweiß schon etwas fester wird, etwa ein Drittel von dem Zucker (also ca. 50g) dazu geben und weiter steifschlagen. Das Eiweiß ist fertig, wenn man die Schüssel umdrehen kann, ohne das etwas tropft.
Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Jetzt das Eigelb mit den 5 EL Wasser und dem restlichen Zucker schlagen. Solange verrühren, bis sich die Masse deutlich vergrößert hat (dadurch das Luft untergehoben wird) und die Eigelb-Zucker-Mischung sehr cremig und hell wird. Hier nun esslöffelweise das Mehl unterrühren (oder sieben, wenn man ein geeignetes Feinsieb hat). Das steife Eiweiß mit einem großen Löffel oder Teigschaber langsam unter die Eigelbmasse heben. Nicht wild rühren, sondern nach und nach unterheben, so dass das Volumen des steifen Eiweißes nicht zerstört wird.
Der Grundteig ist jetzt fertig.
Nun hier von ein Drittel abnehmen und kalt stellen.
Die restlichen Zweidrittel des Teiges mit der Speisestärke vermischen.
Aus dem Ofen nehmen und direkt aus der Form lösen. Den Boden auf einen großen Teller stülpen und zum auskühlen an die Seite stellen.
Den restlichen Teig mit einem EL Kakao vermischen und die Form wie zuvor vorbereiten (kurz spülen, abtrocknen, fetten, Backpapier). Den Teig in die Form geben, glatt streichen und für ca. 15 Minuten backen.
Rausnehmen, aus der Form nehmen und ebenfalls auskühlen lassen.
Weiter geht's mit der Vanillecreme.
400ml Milch (ja, das sind 100 weniger als normalerweise für den Pudding genommen werden, das muss so) in einem Topf auf den Herd geben und aufsetzen. Die beiden Gelatineblätter in kaltem Wasser in einer kleinen Schüssel einweichen (5 Minuten reichen dafür)
Das Puddingpulver mit den 4 EL Zucker verrühren und mit ca. 6 EL von der Milch glattrühren. Wenn die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und das verrührte Puddingpulver einrühren. Wieder auf den Herdstellen, die Gelatine ausdrücken und dazugeben, unter rühren etwa eine Minute auf kleiner Flamme kochen lassen. Pudding in eine große Schüssel (kühlt schneller aus) umfüllen und an die Seite stellen. Runterkühlen lassen und dabei immer etwas umrühren, damit sich keine Haut bildet. Sobald es nicht mehr knall heiß ist, in den Kühlschrank stellen (etwa eine halbe Stunde reicht).
Die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif steif schlagen und kalt stellen.
Sobald der Pudding abgekühlt ist, die geschlagene Sahne unterheben.
Während die Vanillecreme abkühlt, wird die Schokocreme erstellt.
Die Schokolade im Wasserbad schmelzen (in einem größeren Topf 2 Finger breit Wasser auf 2/3 Hitze aufsetzen und einen kleineren Topf darüber setzen, hier die Schokolade reingeben. Durch den heißen Wasserdampf wird sie langsam geschmolzen und kann nicht anbrennen).
Die Butter mit einem Handmixer aufschlagen, die flüssige Schokolade dazugeben und mit der Butter verschlagen (sollte eine zähflüssige - flüssige Masse ergeben). Hier den Puderzucker und den Kakao unterrühren bis eine glatte Creme entsteht. Die creme ist realtiv fest und recht süß. Wer möchte kann etwas weniger Zucker nehmen und den Schokoladengehalt etwas erhöhen.
Jetzt wird gebastelt.
Den hellen, dickeren Boden länger halbieren, so dass zwei Böden entstehen (mit einem sehr großen, scharfen Messer vorsichtig durchschneiden).
Den unteren Boden auf einen großen Teller leben und den Tortenring darum spannen (wer keinen hat und/oder auftreiben kann [habe meinen von der Firma Zenker für 3,99 € gekauft] kann auch den Rand der Springform nehmen, der ist aber nicht ganz hoch genug.
Auf die Vanilleschicht kommt nun der Schokoladenbiskuit. Diesen einfach im ganzen darauf legen.
Als nächstes wird die Schokocreme auf dem Schokoboden verstrichen. Hier drauf kommt abschließend die andere Hälfte des hellen Bodens.
Das Innenleben der Torte ist nun quasi fertig. Damit wandert sie erstmal in den Kühlschrank und darf dort für mindestens 4 Stunden (oder wie bei mir über Nacht) verweilen.
Die Sahne in einem kleinen Topf kurz aufkochen und vom Herd nehmen. Den Zucker, die Schokolade (in Stücken) und die Butter in die heiße Sahne geben und solange rühren bis eine glatte, dickflüssige Masse entsteht.
Die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und den Tortenring lösen (vorher mit einem Messer drum herum schneiden). Die Hälfte der Ganache oben drüber kippen und mit einem Teigschaber zu den Rändern streichen und auf den Seiten verteilen. Die restlichen Ganache drüber geben und gleichmäßig verteilen. Torte wieder für 1-2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Die Deko-Sahne mit Sahnesteif und Vanillezucker steif schlagen. In eine Spritztülle mit Sternaufsatz geben und drum herum die Torte dekorieren, die Dekobanane in Scheiben schneiden, diese mit Honig marinieren (damit sie nicht braun werden) und die Torte damit dekorieren.
Die Geburtstagsgäste haben sich auf jeden Fall sehr über die Torte gefreut und waren alle begeistert - und ich bin froh, dass ich erstmal ein Jahr keine Torte mehr machen muss.
xoxo Gwen
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